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Bild 3 - Marienkirche und Fernsehturm |
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Foto: Manuela Gottschalk Berlin im August 1998
Fernsehturm trifft Marienkirche
Unter dem Motto: “Es gibt in Berlin nur wenige Plätze an denen man den 368 m hohen Turm nicht sieht.“ nun auch zu diesem Fotomotiv ein paar Worte. Der Fernsehturm sollte ja DAS DDR-Prestigeobjekt werden, Statussymbol des Sozialismus, sollte Stärke und Leistungsfähigkeit des sozialistischen Gesellschaftssystems demonstrieren. Und das ist auch gelungen. In einer Zeitung las ich: „Der Berliner Fernsehturm ist von bestechender Eleganz und sein Bau eine hervorragende Ingenieursleistung.“ In den 80ziger Jahren bin ich einmal da oben gewesen. Ein toller Ausblick. Man konnte auch den Westen sehen! Zähneknirschend mußte von den Genossen die Kehrseite der Medaille hingenommen werden. Und auch bei meinem Fotomotiv kommen zwei zusammen, die zu DDR-Zeiten nicht zusammengehörten. Mit der Kirche hatten sie es eben auch nicht so. Etwas ironisch betrachtet, ist wahrscheinlich deshalb der Fernsehturm größer und schöner als die Kirche. Dabei ist die Marienkirche ein ganz altes Berliner Relikt. Sie wurde am 8. Januar 1294 in einem Ablaßbrief erstmals urkundlich erwähnt. Die Kirche besitzt wertvolle Kunstschätze, ein bronzenes Taufbecken von 1437, das berühmte Freskogemälde „Totentanz“, das wahrscheinlich nach der Pestepidemie von 1484 entstand, die Barockkanzel von Andreas Schlüter aus dem Jahr 1703, … Der Turm, den man auf dem Foto sieht, wurde im neugotischen Stil nach Entwürfen von Christian Gotthard Langhans d. Ä. 1789/90 umgestaltet.
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