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Foto: Manuela Gottschalk Berlin im August 1998
Amerika
Blick auf das Eingangsschild der amerikanischen Botschaft im Ostteil Berlins
Auszug aus „MEMORY LANE“:
Während meiner Studienzeit ließ ich mit besonderer Vorliebe des öfteren folgenden Satz verlauten: “Wenn ich mich entscheiden müßte zwischen dem Umstand, daß mir jemand
1 Million Dollar schenkt, oder ich könnte zwei Jahre als Broker an der New Yorker Wallstreet arbeiten, dann würde ich mich für die zwei Jahre Wallstreet entscheiden.“
Wenn man in der Ostzone in der Sektion Wirtschaftswissenschaften studiert hat, dann hat man mit der Gewißheit gelebt, daß man nach dem Studium hundertprozentig einen Job bekommt,
… im volkseigenen Betrieb, drei Querstraßen weiter. Alle anderen Vorstellungen und Wünsche waren genauso Utopie wie E.T. Und wenn überhaupt AUSLAND, dann war das Ziel meiner Träume nicht unbedingt Amerika. Paris oder London waren für mich als Europäer da schon interessanter und nahe liegender. Ich habe diesen meinen „Wallstreet-Slogan“ immer nur so dahingesagt, weil es sich gut angehört hat. Es war ein guter Spruch, mehr nicht. Doch ich habe ihn wahrscheinlich zu oft und zu laut geschrien. Es gab immer wieder Situationen in meinem Leben, in denen Amerika eine Rolle gespielt hat und ich mich auseinandersetzen mußte. Diese ganze Angelegenheit ist mir selbst oft suspekt und sie fällt wohl unter die Rubrik: „Die Geister, die ich rief …“
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