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Auftragsarbeiten
Bild 8 - Krabat feat the photograph
8gross Foto: Manuela Gottschalk
August 2008



Krabat feat. the photograph


Eigentlich ist Krabat von eben dieser Stelle ganz schön weit entfernt.
Na ja, ein paar Dörfer weiter soll es die „Schwarze Mühle“, in der Krabat vom“ Schwarzen Müller“ das Zaubern erlernte, der Sage nach gegeben haben.
Trotzdem, es gruselt mich hier. Ich weiß nur nicht genau, wovor am meisten, vor Krabat, dem „Schwarze Müller“ oder den schwarzen Krähen, in die der „Meister“ seine Lehrlinge verwandelt hat. Alles ist unheimlich hier. Vielleicht ist es auch das Wissen um das in der Nähe liegende Moor. 1750 Hektar Niedermoor, eine sehr ursprüngliche Landschaft mit viel Getier und seltenen Moorpflanzen und es bringt eine ebensolche Mystik hervor wie Krabat & Co. Eigentlich ein Platz des Grauens. Durch das Moor denkt man nicht nur an Krabat, sondern auch gleich noch an den Hund von Baskerville.
Ich habe meine Kindheit ganz in der Nähe verbracht und im Dunkeln hat dies alles in meinen Gedanken gespukt.
Aber jeder Platz hat eben auch seine schönen Seiten, so auch dieser.
Ein paar Schritte von hier existierte über 700 Jahre eine Mühle. Nein, nicht die von Krabat´s
Meister, eine ganz normale Mühle. Sie wurde in den Jahren 1901 und 1902 abgerissen. Der alte Mühlenstein liegt hier noch, als Denkmal natürlich. Wenn der reden könnte, so würde er berichten über die „Reisenden“ der alten Handelsstraße „Leipzig-Sorau“, die an der alten Mühle vorbeiführte.
Die sogenannte „Hohe Landstraße“, die via regia Lasatiae, kam vom Rhein und führte über Frankfurt am Main nach Eisenach, Erfurt, nördlich an Weimar vorbei nach Saalepforte bei
Naumburg, nach Leipzig, Oschatz, überschritt die Elbe bei Merschwitz, ging nach Großenhain, Bautzen, Görlitz und Breslau. Von ihr konnte man weiter nach Posen, und Lublin, nach Krakau und Lemberg, schließlich nach Kiew, nach Prag und Preßburg gelangen. Von der „Hohen Landstraße“ zweigte unterwegs die sogenannte „Niedere Landstraße“ nach Norden ab und führte über Eilenburg, Torgau nach Cottbus, Sorau und Sagan. Dieser „Verkehrsverbindung“ kam eine wichtige Bedeutung zu, war doch Leipzig der wichtigste Kontenpunkt und spielte deshalb eine wichtige Rolle im „Fernverkehr“.
Diese Handelsstraße gab es schon in den Jahren 1497 und 1507, als Maximilian I. von Habsburg der Stadt Leipzig die ersten Messeprivilegien erteilte.
In meiner Phantasie war natürlich auch hier, an unserer „Niederen Landstraße“, ordentlich was los.
Deshalb. Faszinierend, dieser Ort !


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